Prüfungsangst, Lernschwierigkeiten und Stress bei schlechten Noten – wie Kinesiologie helfen kann

Birgit Baumann
Schüler mit Lernmaterialien symbolisch - Kinesiologie bei Prüfungsangst

Prüfungsangst, Lernschwierigkeiten und Stress bei schlechten Noten – wie Kinesiologie helfen kann

Kurzfassung: Kinesiologie unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, Prüfungsangst, Lernschwierigkeiten und schulischen Stress zu reduzieren und die innere Balance sowie das Selbstvertrauen zu stärken. Durch sanfte Muskeltests, Bewegungsübungen und gezielte Interventionen werden Konzentration, Selbstregulation und Lernmotivation gefördert.

Hilfe beim Lernen und Bestehen von Prüfungen für Eltern, Schüler und Studierende

Schlechte Noten wiederholen sich, die Stimmung ist gedrückt, Konflikte zu Hause oder in der Schule entstehen – und dann stehen auch noch Prüfungen an: Das Herz rast, die Gedanken kreisen, die Anspannung steigt. Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erleben genau diese Mischung aus Lernblockaden, Konzentrationsproblemen und Prüfungsangst, die den Schulalltag sehr belastend machen und das Selbstvertrauen stark beeinträchtigen können.

Hier kann Kinesiologie eine wertvolle Unterstützung sein.

Kinesiologie ist eine sanfte Methode, die Körper, Gehirn und Nervensystem miteinander verbindet. Über den sogenannten Muskeltest, der über das Rückenmark gesteuert wird, zeigt sich, wie das Nervensystem auf Stress oder Belastungen reagiert. Für Kinder ab etwa 10 Jahren, Jugendliche und Schüler bis in die Oberstufe kann dies helfen, wieder innere Balance zu finden, Lernblockaden zu lösen und die eigenen Ressourcen besser zu nutzen.

1 | Was ist Kinesiologie und wie kann sie helfen?

Kinesiologie ist eine sanfte Methode, die das Zusammenspiel von Körper, Gehirn und Nervensystem unterstützt. Über den sogenannten Muskeltest, der über das Rückenmark gesteuert wird, zeigt sich, wie das Nervensystem auf Stress, emotionale Belastungen oder Lernblockaden reagiert.

Die Muskelreaktion dient als feines Rückmeldesystem des Körpers und macht sichtbar, wo das Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Kinesiologische Interventionen unterstützen das Nervensystem dabei, Informationen besser zu verarbeiten, Stress abzubauen und die Selbstregulationsfähigkeit zu stärken.

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kann dies helfen, Konzentration, Lernmotivation, emotionale Stabilität und Selbstvertrauen zu fördern – und Prüfungsangst oder schulische Belastungen besser zu bewältigen.

2 | Für wen ist Kinesiologie geeignet?

2.1 | Kinesiologie für Kinder ab 10 Jahren

Für Kinder ab etwa 10 Jahren wird die kinesiologische Arbeit spielerisch und behutsam gestaltet. Elemente wie Brain Gym oder Bewegungsübungen machen Spaß und unterstützen gleichzeitig Lernprozesse.

  • Ein Elternteil ist natürlich immer mit dabei und lernt die Übungen mit, um im Alltag zu unterstützen.
  • Der Muskeltest wird sanft und nicht invasiv mit dem Kind angewandt. Kinder haben oft viel Spaß an der Testung und fragen neugierig nach, wie das Gehirn und der Körper funktionieren. Dadurch erlangen sie mehr zutrauen zu sich und ihren Fähigkeiten.
  • Typische Themen sind Konzentration, Lernblockaden, Prüfungsangst oder emotionale Belastungen in der Schule.
  • Ziel ist, dass Kinder wieder Freude am Lernen und Selbstvertrauen entwickeln.

2.2 | Kinesiologie für Jugendliche (ab Oberstufe / ca. 16 Jahre)

Ab der Oberstufe können Jugendliche zunehmend selbstständig an ihren Themen arbeiten. Hier liegt der Fokus auf:

  • Leistungsdruck und Prüfungsangst
  • Stressmanagement und emotionale Stabilität
  • Selbstvertrauen und Entscheidungsfähigkeit

Die kinesiologische Arbeit bietet einen geschützten Rahmen, um das Nervensystem zu stabilisieren, Stress abzubauen und die eigenen Ressourcen bewusst zu nutzen. Jugendliche lernen, sich selbst besser wahrzunehmen und schulische Herausforderungen entspannter zu meistern.

2.3 | Kinesiologie für Studierende und junge Erwachsene

Auch im Studium oder in der Ausbildung kann Kinesiologie unterstützend wirken:

  • Prüfungsangst, Nervosität und Stress
  • Konzentrationsprobleme und Lernblockaden
  • Herausforderungen bei Entscheidungen oder beruflicher Orientierung

Hier kann Kinesiologie helfen, die mentale und emotionale Balance wiederherzustellen, die Selbstregulation zu stärken und die Fähigkeit zu fördern, in stressigen Phasen klar und fokussiert zu bleiben.

2.4 | Kinesiologie am Beispiel

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3 | Ein paar Fakten über Kinesiologie

3.1 | Ursprung und Geschichte der Kinesiologie

Die moderne Kinesiologie wurde in den 1970er Jahren in den USA von Dr. George Goodheart, einem Chiropraktiker, entwickelt. Er entdeckte, dass Muskelreaktionen Hinweise auf funktionelle Ungleichgewichte im Körper geben können. Aus dieser Beobachtung entwickelte er die sogenannte Applied Kinesiology, bei der Muskeln als Spiegel für das Nervensystem und energetische Balance genutzt werden.

Später wurden aus der Applied Kinesiology weitere Methoden entwickelt, darunter die Educational Kinesiology (Brain Gym) und die Touch for Health, die besonders im Lernbereich und für Kinder Anwendung finden.

3.2 | Wie funktioniert Kinesiologie?

Die Kinesiologie basiert auf der Verbindung von Körper, Gehirn und Nervensystem:

  1. Muskeltest: Ein sanfter Druck auf bestimmte Muskeln zeigt, wie das Nervensystem auf Belastungen reagiert.
  2. Feedback des Körpers: Veränderungen im Muskeltonus geben Hinweise auf Stress, Blockaden oder Überlastung – körperlich, emotional oder mental.
  3. Interventionen: Durch gezielte Bewegungsübungen, Atemtechniken oder Energieausgleich wird das Nervensystem unterstützt, Informationen neu zu verarbeiten und wieder in Balance zu kommen.

Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann dies helfen, Konzentration, Lernmotivation, Stressbewältigung und emotionale Stabilität zu verbessern.

3.3 | Kinesiologie bei Lernschwierigkeiten und Prüfungsangst

Während umfassende großangelegte wissenschaftliche Studien noch begrenzt sind, gibt es mehrere klinische Beobachtungen und kleinere Studien, die positive Effekte zeigen:

  • Konzentration und Aufmerksamkeit: In Studien mit Brain Gym-Programmen berichteten Lehrer:innen und Eltern über sichtbare Verbesserungen in Aufmerksamkeit und Lernverhalten bei Schülern mit Lernschwierigkeiten.
  • Stressabbau: Kinesiologische Übungen können die physiologische Stressreaktion reduzieren – z. B. senken sie Herzfrequenz und Muskelspannung, die bei Prüfungsangst häufig erhöht sind.
  • Motivation und Selbstvertrauen: Beobachtungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche nach kinesiologischen Einheiten mehr Motivation für schulische Aufgaben entwickeln und sich ihre Einstellung zu Prüfungen verbessert.

Konkrete Zahlen:

  • Eine kleine Studie zur Educational Kinesiology zeigte, dass über 70 % der teilnehmenden Schüler eine Verbesserung bei Konzentration und Lernmotivation berichteten.
  • Bei Touch-for-Health-Einheiten gaben über 60 % der Eltern an, dass ihre Kinder emotional stabiler und gelassener wurden.

Wichtiger Hinweis: Kinesiologie ersetzt keine schulische Förderung oder Therapie, sondern ist eine ergänzende Methode, die Lern- und Prüfungsängste unterstützen kann. Wenn Ängste den Alltag beeinträchtigen, kann eine Psychotherapie als zusätzliche Unterstützung geeignet sein. Ängste und psychische Belastungen sollten von einem Arzt oder psychologischen Psychotherapeuten abgeklärt werden.

4 | Fazit

Kinesiologie ist eine sanfte, wissenschaftlich fundierte Methode, die seit den 1970er Jahren genutzt wird, um Körper, Gehirn und Nervensystem in Balance zu bringen. Sie kann besonders bei Lernschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen, Prüfungsangst oder emotionalem Stress unterstützen – für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und den Eltern gleichermaßen.

Kinesiologie bei Prüfungsangst in Bochum

Möchten Sie erfahren, ob Kinesiologie Ihrem Kind oder Ihnen helfen kann? In meiner Praxis in Bochum biete ich begleitende Einzelsitzungen und Beratung für Eltern, Schüler und Studierende aus dem Ruhrgebiet an.

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